10 einfache Möglichkeiten, um besser mit Ihrer Katze auszukommen

Simon Watkinson, Unsplash

Katzen sind erstaunliche Kreaturen und gelten als Menschenversteher. Sie können liebevoll und anhänglich sein, und für einen Lacher sind sie immer gut. Aber dieser Spaßfaktor hängt zentral mit der Beziehung zu Ihrer Katze ab, denn es gibt auch scheue und kratzbürstige Katzen.

Wenn Sie so wichtige Regeln mit „Nicht anstarren“, „regelmäßig spielen“ und „in Ruhe fressen lassen“ befolgen, ist das Zusammenleben mit einer Katze gar nicht so schwierig.

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Wie Sie mit Ihrer Katze auskommen

Wenn Sie ein neuer Katzenbesitzer sind, werden Sie feststellen, dass Sie erst mal eine Beziehung zu Ihrer Katze aufbauen müssen. Sie ist vielleicht noch scheu in der neuen Umgebung und wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, werden Sie und Ihre Katze sich schnell miteinander wohlfühlen.

Und selbst wenn Sie ein erfahrener Katzenbesitzer sind, können Sie noch ein oder zwei Dinge lernen. Denn oft schleichen sich in unseren Alltag Gewohnheiten ein, die Ihre Katze vielleicht nicht mag.

In keiner bestimmten Reihenfolge finden Sie hier meine Top-Tipps, um mit Ihrer Katze besser auszukommen:

1. Bestrafen Sie niemals Ihre Katze

Alle Kätzchen und Katzen werden Dinge tun, die wir nicht mögen. Sie sind nicht absichtlich ungezogen – sie tun nur das, was Katzen tun! Sie lieben es, erhöht zu sitzen, und springen deshalb auf Küchentheken und Tische.

Sie müssen ihre Muskeln trainieren oder abgestorbene äußere Hautschichten von ihren Krallen ablösen und kratzen dazu an geeigneten Oberflächen – wie an Ihren Teppichen und Möbeln. Beim Spielen können sie manchmal übermütig werden Sie beißen und kratzen. Gelegentlich können sie sogar ihre Katzentoiletten „verfehlen“.



Wenn Sie Ihre Katze dafür bestrafen, dass sie Dinge tut, die Sie nicht mögen, indem Sie sie anschreien oder gar schlagen, werden Sie einen großen Schaden anrichten. Sie können sie möglicherweise wirklich verletzen und jegliche Bindung zwischen Ihnen beiden zerstören. Die Katze stellt keine Verbindung her zwischen der Bestrafung und ihrem Verhalten, und wird daher ihr eigenes Verhalten fortsetzen. Und zusätzlich wird sie Ihnen nicht mehr vertrauen, weil Sie sie bestraft haben und sie keine Ahnung hatte, wieso.

Verwenden Sie stattdessen eine positive Verstärkung. Kaufen Sie einen Kratzbaum und ermutigen Sie Ihre Katze, ihn spielerisch zu nutzen. Lenken Sie sie von Ihren Küchentischen in einen anderen Bereich ab und schenken Sie ihr dort viel Aufmerksamkeit. Stellen Sie sicher, dass die Katzentoilette regelmäßig gereinigt wird.

2. Spielen Sie jeden Tag mit Ihrer Katze

Es gibt Menschen, die behaupten Katzen seien distanziert und gerne auf sich allein gestellt. Glauben Sie das nicht. Das stimmt einfach nicht. Katzen lieben es, unsere Aufmerksamkeit zu bekommen, besonders wenn wir mit ihnen spielen.

Stellen Sie sicher, dass Sie jeden Tag mindestens 15 Minuten mit Ihrer Katze spielen und sehen, wie die Bindung zwischen Ihnen beiden wächst.

Halten Sie einen Vorrat an einfachem Spielzeug bereit und wechseln Sie es alle paar Tage, damit es für Ihre Katze interessant bleibt. Spielen Sie immer mit Bällen oder Katzenangeln. Nehmen Sie niemals Ihre Hand für das Spiel, da dies nur dazu führt, dass Sie gebissen und zerkratzt werden. Und dasselbe passiert dann jedem ahnungslosen Besucher oder Kindern. Wenn Ihre Katze gelernt hat, mit Händen zu spielen, dann greift sie jede Hand spielerisch an.

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Wie Sie Ihre Katze beschäftigen können finden Sie in meinem Artikel: „20 Ideen, wie Sie Ihre Maine Coon beschäftigen“. Natürlich können Sie mit den 20 Ideen auch jede andere Katzen einfach beschäftigen.

3. Ihre Katze braucht auf der Katzentoilette Ruhe

Wir alle stellen die Katzentoilette unserer Katze an einer prominenten Stelle ab, an der man sie gut beobachten kann. Und damit wir als Besitzer gut ran kommen, um sie zu säubern. Aber: eine Katze sollte nicht gestört oder gar beobachtet werden, wenn sie ihre Toilette benutzt.

Möglicherweise haben Sie bemerkt, dass Katzen auf der Toilette immer angespannt sind und alles im Blick behalten. Dies liegt daran, dass sie sich in diesem Moment in einer verwundbaren Position befinden und nach Raubtieren Ausschau halten, die sie angreifen könnten.

Wenn sich Ihre Katze regelmäßig auf der Katzentoilette gestört fühlt, wird sie sich einen Ort suchen, an dem sie ihre Privatsphäre hat. Und das wird wahrscheinlich ein Ort sein, wo Sie nicht wollen, dass sie Ihr Geschäft dort verrichtet.

Seien Sie also umsichtig und stellen Sie die Katzentoilette an einen ruhigen und privaten Ort, an dem Ihre Katze sie in Ruhe benutzen kann. Ein wichtiger Punkt, wenn Sie besser mit Ihrer Katze auskommen wollen.

4. Lassen Sie Ihre Katze in Frieden schlafen

Nicht viele sind begeistert, morgens aus dem Schlaf geweckt zu werden. Dann können wir ziemlich schlechte Laune haben. Bei Katzen ist das genauso. Denken Sie daran, dass Katzen bis zu 20 Stunden pro Tag schlafen möchten und wenn Sie nicht genug davon bekommen, kann dies das psychische und körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen.

Auch wenn es noch so verlockend ist, die schlummernde Katze zu streicheln und dadurch zu wecken. Lassen Sie es. Warten Sie mit dem Streicheln, bis Ihre Katze wach ist.

5. Starren Sie niemals eine Katze an

Katzen betrachten das Starren als einschüchternd und konfrontativ. Sie lieben es wahrscheinlich, in die schönen großen Augen Ihrer Katze zu schauen. Aber die sieht dieses Verhalten als aggressiv an, vor allem dann, wenn Sie beide ansonsten keine gute Bindung zueinander haben.

Statt sie anzustarren, blinken Sie langsam mit Ihren Augen, gähnen Sie und schauen Sie dann langsam weg und wieder hin und wieder blinzeln. So bauen Sie Vertrauen auf.



6. Treiben Sie Ihre Katze niemals in die Enge

Katzen hassen es, in die Enge getrieben zu werden. Sie wollen sich immer die Möglichkeit offen halten, schnell zu flüchten. Wenn Sie sie in eine Ecke treiben ohne Fluchtmöglichkeit, reagiert sie sehr wahrscheinlich aus Angst aggressiv. Außerdem missbrauchen Sie so ihr bisheriges Vertrauen.

Je öfter Sie versuchen, eine Katze zu fangen, desto schlimmer wird es. Dies kann schwierig werden, insbesondere wenn Sie sie zum Tierarzt bringen müssen und Sie Zeitdruck haben. Und vor allem, wenn Ihre Katze beim Anblick der Transportkiste gleich flüchtet.

Üben Sie sich Geduld und machen Sie es so stressfrei wie möglich. Ich finde es einfacher, eine Katze in einem anderen Raum in die Arme zu nehmen und dann beiläufig zu dem Raum zu gehen, in die Transportkiste bereit steht.

Am besten machen Sie die Transportkiste zu einem täglichen Anblick. Spielen Sie jeden Tag mit Ihrer Katze rund um die Transportkiste. Werfen Sie Futter rein und erst nach und nach schließen Sie die Kiste für ein paar Minuten.

Ich habe schon gesehen, dass Besitzer ihre Katze jagen und fangen, nur um anschließend mit ihr zu kuscheln. Tun Sie das nicht. Ihre Katze wird Angst vor Ihnen haben. Sie sollte von selbst zum Kuscheln kommen, und nicht dafür erst eingefangen werden müssen.

7. Ziehen Sie einer Katze niemals am Schwanz

Packen Sie Ihre Katze niemals am Schwanz, wenn Sie sie fangen wollen. Sie denken vielleicht, es ist eine Möglichkeit, zu verhindern, dass sie z.B. aus dem Haus entkommt. Aber Sie können unermesslichen Schaden anrichten, z. B. Knochenbrüche und starke Schmerzen.

Wenn der Schwanz einer Katze gebrochen ist, kann dies leicht zu einer teilweisen oder vollständigen Amputation führen, da er oft nicht geheilt werden kann. Dies ist etwas, auf das auch alle Kinder aufmerksam gemacht werden sollten. Selbst wenn keine Verletzung verursacht wird, ist der Schwanz eine empfindliche Stelle am Körper der Katze. Und selbst ein harmloses Ziehen am Schwanz kann eine Katze mit einem Abwehrangriff beantworten. Und das wollen wir weder selbst erleben, noch sollten Kinder die Erfahrung machen. Also tun Sie es bitte nicht.

8. Heben Sie eine Katze niemals am Nacken hoch

Das Hochheben einer Katze am Nacken ist nur etwas für Katzenmütter, die ihre kleinen Kätzchen tragen müssen. Bei kleinen Kätzchen tritt dann ein Reflex ein und sie bewegen sich nicht.

Ein Kätzchen ist leicht und die Mutter weiß genau, wo sie es mit den Zähnen packen muss. Diesen Reflex haben erwachsene Katzen nicht mehr und sie können zappeln und sich dabei verletzen. Außerdem wiegen erwachsene Katzen natürlich viel mehr.

Sie sollten die Katze auch nicht nur hinter den Vorderbeinen am Brustkorb anheben und Sie dann “frei schwingen” lassen. Nutzen Sie immer die zweite Hand für den Po und die Hinterbeine, um das Gewicht der Katze abzustützen.

In diesem Video gibt es ein paar hilfreiche Hinweise, wie Sie Ihre Katze richtig hochheben.


9. Etablieren Sie eine Tagesroutine mit Ihrer Katze

Katzen mögen nichts lieber als eine Routine. Ihre Katze mag feste Fütterungszeiten. Sie will zu einer bestimmten Zeit nach draußen gehen und dann auch wieder hinein kommen. Sie will ihre festen Spielzeiten haben und natürlich viel Schlaf.

Eine Katze hat eine innere Uhr. Wenn Sie diese Tagesabläufe ständig ändern, weiß Ihre Katze nicht, was sie erwartet. Je konsequenter Sie einen bestimmten Tagesrhythmus einhalten, desto glücklicher wird Ihre Katze mit Ihnen sein.

Ihre Katze wird auch ihren eigenen Zeitplan haben, und das sollten Sie respektieren.

Bauen Sie also nach und nach eine Freundschaft mit Ihrer Katze auf, und im Laufe der Zeit wird sie Ihnen Aufmerksamkeit schenken, wenn sie etwas will und möglicherweise sogar auf Ihrem Schoß sitzt. Denken Sie daran, es ist schwierig, eine Katze zu etwas zu bringen, das sie nicht möchte. Manche Kätzchen sind von Natur aus Kampfschmuser, andere halten sich lieber zurück.

10. Lernen Sie die Katzensprache!

Miron Cristina, Unsplash

Sie können Ihre Katze viel besser verstehen, wenn Sie wissen, was ihre Körpersprache bedeutet. So können Sie schnell ablesen, was Ihre Katze mag und was nicht.

Wussten Sie, dass Katzen hauptsächlich miauen, um mit uns Menschen zu kommunizieren? Je länger Sie mit Ihrer Katze leben, desto mehr erfahren Sie, was die verschiedenen Arten von Miau bedeuten.

Wenn es um die Körpersprache von Katzen geht, gibt es eine ganze Reihe von Bedeutungen, die interpretiert werden können. Sie müssen genau beobachten, was Augen, Ohren und Haltung Ihnen vermitteln.

Die Welttierschutzgesellschaft hat eine übersichtliche Infografik „Körpersprache von Katzen richtig deuten“ zusammengestellt.

Fazit

Sie haben nun einige Tipps bekommen, wie Sie besser mit Ihrer Katze auskommen. Wie Sie sehen, ist es für Sie und Ihre Katze nicht so schwierig, beste Freunde zu werden. Mit Umsicht, Geduld und Respekt ist alles machbar.

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