Verstehen sich Golden Retriever mit Katzen?

Golden Retriever und Katze

Es gibt Personen, die sind absolute “Katzenmenschen”, andere sind „Hundemenschen”. Doch was, wenn man sich nicht entscheiden kann? Oder ein Paar zusammenziehen will, einer hat eine Katze, einer einen Golden Retriever. Kann das funktionieren?

Vertragen sich Golden Retriever mit Katzen? Ja. Grundsätzlich gehören Golden Retriever zu einer Hunderasse, die sich gut mit Katzen vertragen können. Sie sind soziale und liebenswerte Hunde. Sie sind auch clever genug, um zu spüren, wie weit sie bei einer Katze gehen können und wann es besser ist, Respekt zu zeigen. Golden Retriever kommen mit so gut wie allen Mitbewohnern klar. Es gibt aber ein paar Tricks und Tipps, wie Sie Golden Retriever und Katze am besten aneinander gewöhnen.

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Gegenstände, die das erste Treffen von Hund und Katze erleichtern

Wenn Sie Katze und Hund einander vorstellen gibt es einige Dinge, die Sie zur Hand haben sollten. Dazu gehören:

Eine Leine

Eine Leine hält Ihren Hund davon ab, vor lauter Neugierde und Aufregung auf die Katze loszustürmen. Eine Hetzjagd bei der ersten Begegnung wäre fatal. Und wenn Ihre Katze merkt, dass der Hund sich nur in einem bestimmten Radius bewegen kann beruhigt sie das.

Ein Trenngitter für Tiere

Ein Trenngitter erlaubt es Hund und Katze, sich zu sehen und zu riechen, ohne das einer dem anderen zu nahe kommt. So fühlt sich jeder sicher und kann den neuen “Freund” langsam näher an sich ran lassen. Vielleicht haben Sie oder Bekannte noch ein Babygitter, das ist genauso wirksam. Sie können aber für wenig Geld ein Gitter kaufen, z.B. ein Holz-Gitter* oder ein Metall-Gitter*. Bewertungen finden Sie hinter den Links zu Amazon.

Leckerli

Leckerchen sind immer eine gute Idee, egal für welches Training. Wenn Hund und Katze sich gut verhalten, gibt es eine Belohnung. So können Sie ruhiges Verhalten bestärken. Nur nicht zum falschen Zeitpunkt belohnen. Sie müssen genau den Zeitpunkt treffen, wo das gewünschte Verhalten gezeigt wird.


Viel Geduld

Sie brauchen Geduld, wenn Sie Ihren Golden Retriever und Ihre Katze aneinander gewöhnen wollen. Die beiden einfach mal auf gut Glück zusammenzulassen geht mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit schief. Es erzeugt nur Spannungen und Stress. Lassen Sie allen Beteiligten Zeit, sich in die neue Situation einzugewöhnen.

Tipps, wie Katze und Hund lernen, miteinander zu leben

Es kann durchaus sein, dass sich Ihre Katze und Ihr Hund nach einiger Zeit ganz alleine aneinander gewöhnen, aber es geht schneller und reibungsloser, wenn Sie den beiden dabei helfen. Und so geht’s.

Beachten Sie Temperament und Charakter

Golden Retriever sind liebevolle Hunde und kommen in der Regel mit jedem und allem klar, dennoch ist das eine allgemeine Einschätzung der Hunderasse.
Natürlich können einzelne Hunde dieser Rasse auch aggressiv sein und einen starken Jagdtrieb aufweisen. Das ist dann der individuelle Charakter. Das müssen Sie berücksichtigen.

Wie gut Katze und Golden Retriever miteinander auskommen zeigt dieses zuckersüße Youtube-Video:

Das gleiche gilt für Katzen. Wenn Sie eine nervöse oder launische Katze haben oder ein sehr territoriale Katze. Dann müssen Sie in Erwägung ziehen, ob es sinnvoll ist, sich einen Hund anzuschaffen. Und wenn Sie das wollen, müssen Sie wissen, dass es ein langer Weg werden kann.

Die richtigen Fragen an den Züchter

Haben Sie keine falsche Scheu, den jeweiligen Züchter zu befragen, bei dem Sie einen Hund oder eine Katze kaufen. Fragen Sie, ob das Tier, das Sie kaufen möchten, schon mit Hunde und Katzen Kontakt hatte. Und wie die Begegnungen gelaufen sind.

Das ist besonders wichtig, wenn Sie eine ältere Katze oder einen älteren Hund kaufen wollen, denn dort haben sich Gewohnheiten bereits verfestigt. Änderungen und Neuerungen werden dann schwieriger.

Erziehen Sie Ihren Hund

Hundeerziehung – egal wie alt und egal welche Rasse – hilft, das ungestüme Wesen von Hunden in den Griff zu bekommen. Hunde brauchen einen Rudelführer, der ihnen sagt, was sie tun sollen. So können Sie Ihrem Hund beibringen, mit anderen Tieren, anderen Menschen und Kinder umzugehen. Hundeerziehung ist wichtig, um einen respektvollen, höflichen und glücklichen Hund im Haus zu haben.

Wie Sie Rudelführer werden und so einen gehorsamen und glücklichen Hund bekommen, ist das zentrale Thema bei Caesar Millan und wie er Hunde erzieht. Wenn Sie detaillierte Hilfe benötigen, dann empfehle ich die folgende Bestseller „Du bist der Hundeführer“* und „Die Glücksformel für den Hund“*. Ebenfalls gut sind die Bücher „7-Tage-Trainingsplan“* von Brandon McMillan (Lucky Dogs) und Welpentraining mit Martin Rütter*.

Auslauf ist wichtig

Bevor Sie Ihrem Hund eine Katze vorstellen, sollten Sie ihn auspowern und spielen lassen. Hunde, die nicht genügend Auslauf haben, wissen sonst nicht wohin mit ihrer Energie. Die lassen sie dann impulsiv an dem neuen „Spielzeug“ aus, das Sie ihm vorstellen. Hunde, die sich regelmäßig austoben können, sind anschließend ruhiger und ausgeglichener.

Beginnen Sie in jungen Jahren

Wenn beide – Hund und Katze – noch sehr jung sind, ist es am einfachsten sie zusammenzubringen und gemeinsam aufzuziehen. Viel einfacher als einen jungen Welpen mit einer alten Katze zu vergesellschaften oder anders herum.

Golden Retriever und Katze

Wenn beide Tiere jung und neu in Ihr Haus kommen wird es wenig Revierstreitigkeiten geben, denn keiner konnte seine Reviergrenzen bereits festlegen.

Ein eigener Bereich für jeden

Es kann verlockend sein, Hund und Katze gleich einander vorstellen, wenn ein neues Tier ins Haus kommt. Aber, der erste Eindruck zählt, auch bei Hunde und Katzen.
Experten raten, Hund und Katze die ersten Tage separat voneinander in verschiedenen Räumen zu halten. Das ermöglicht beiden, sich an die Geräusche und die Gerüche den anderen zu gewöhnen, bevor man sich wirklich gegenübersteht.

Eine Möglichkeit ist auch, den Hund in den Katzenraum zu bringen, wenn die Katze nicht darin ist und ihren Schlafplatz und ihre Spielsachen beschnüffeln zu lassen. Und anders herum. Ihre Katze kann das Hundezimmer erkunden. Wenn Sie dann noch ein paar Leckerli auslegen, verbinden beide damit den Geruch des jeweils anderen.

Jedem das Seine

Halten Sie Spielzeug und Schlafplatz jeweils getrennt von anderen. Lassen Sie Ihren Hund nicht auf dem Kissen der Katze liegen. Gerade Katzen mögen es gar nicht, wenn ein Hund sich zu sehr in ihren Bereich wagt. Auf dem Lieblingsplatz der Katze und am Spielzeug der Katze hat der Hund nichts zu suchen.

Halten Sie die wichtigsten Dinge so weit wie möglich separat, damit jeder seinen eigenen Bereich hat. In der Beziehung sind Hunde und Katzen ähnlich wie Kinder. Sie wollen ihr Spielzeug nicht teilen.

Lassen Sie Ihren Hund angeleint

Wenn Sie Ihren Hund anfangs an der Leine behalten, ist das ein großer Sicherheitsaspekt für Ihre Katze. Sie fühlt sich dann wohler. Außerdem können Sie im Notfall Ihren Hund schnell von der Katze trennen.

Halten Sie nicht Ihre Katze fest

Katzen sind sehr unabhängige Tiere und mögen es oft nicht, festgehalten zu werden. Es kann die Angst und die Skepsis gegenüber dem Hund sogar verstärken. Wenn Sie Ihrer Katze helfen wollen, lassen Sie ihn oder sie den neuen Mitbewohner selbst erkunden.

Hilfreich ist es auch, wenn die beiden beim ersten Zusammentreffen in einem Raum sind, in dem Ihre Katze nach oben flüchten kann. Auf die Fensterbank oder auf einen Kratzbaum.

Sie sind das Vorbild

Zeigen Sie beiden Tieren, wie sie miteinander umgehen sollen. Streicheln Sie beide und spielen Sie sanft und ruhig mit ihnen.

Dies zeigt den Tieren, wie sie sich verhalten sollten. Und sie gewöhnen sich daran, dass sie Sie teilen müssen.

Hunderassen, die GUT mit Katzen auskommen
• Golden Retriever
• Bichon Frise
• Boxer
• Schäferhund
• Cocker Spaniel

Hunderassen, die eher SCHLECHT mit Katzen auskommen
• Schnauzer
• Whippet
• Border Collie
• Deutsche Dogge

Das bedeutet nicht, dass diese Hunderassen gar nicht mit Katzen klar kommen, aber das bedeutet viel Arbeit, Geduld und Training . Außerdem kommt es auch immer auf die individuelle Persönlichkeit an. Aber wenn Sie die o.g. Schritte berücksichtigen, stehen die Chancen nicht schlecht.

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Autorin Nina Schwarz: Nina ist mit Katzen und Hunden aufgewachsen. Die eigenen und „Urlaubshunde“. Einige Jahre hat sie auch ehrenamtlich als „Spaziergänger“ in einem Tierheim mitgeholfen. Sie liebt Tiere und freut sich, alles weiterzugeben, was sie über Hunde und Katzen gelernt hat.


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