Sind Maine Coon Katzen gefährlich?

Fauchende Maine Coon

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Die Maine Coon ist eine der größten domestizierten Katzenrassen und hat eine gewisse Größe und Kraft. Wäre es für uns Menschen gefährlich, wenn sie uns angreifen würde?

Maine Coons gelten nicht gerade als aggressive Katzenrasse. Obwohl sie große Katzen sind, sind sie sanftmütig und stellen für Menschen nur eine geringe physische Gefahr dar. Wenn Maine Coons Aggressionen zeigen kommt das meistens aus schlechten Zuchtpraktiken oder als Reaktion auf Angst. Auch wenn sie provoziert werden oder Schmerzen haben, können sie manchmal aggressiv reagieren.

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Wenn eine Maine Coon provoziert wird, kann sie aus der Selbstverteidigung heraus angreifen. Wenn Sie also Anzeichen dafür sehen, dass Ihre Maine Coon verärgert ist, machen Sie einen großen Bogen um sie, bis sie sich beruhigt hat. Es ist sehr selten, dass eine Maine Coon die Krallen ausfährt und zuschlägt, es sei denn, sie wurde in die Enge getrieben und hat Angst.

Meine Freundin hat zwei Maine Coons und ein kleiner Dackel mit großem Ego kam zu Besuch. Er hat sich gleich auf eine der Katzen gestürzt und sie in die Küche gejagt. Ohne Ausweg hat die Katze dem Dackel mal kurz die Leviten gelesen, danach waren die Fronten geklärt.

Wie definiert man gefährlich bei einer Katze?

Um den Kontext dieses Artikels einschätzen zu können hier eine kleine Definition. Als gefährlich gelten Katzen, die unvorhersehbar aggressive Tendenzen gegenüber Menschen und anderen Tieren zeigen. Es geht nicht um natürliche Reaktionen, wie z.B. wenn man sie in die Enge treibt. Da verteidigt sich jede Katze.



Hier geht es darum, dass aggressive Tendenzen in Situationen ausgelöst werden, von denen normalerweise nicht erwartet wird, dass es zu aggressive Reaktion kommt. Oder es gibt gar keine Vorkommnisse und die Katze wird trotzdem plötzlich aggressiv.

Die Persönlichkeit einer Maine Coon

Die Maine Coon wird allgemein als sanfter Riese bezeichnet und dies ist eine genaue Beschreibung der Rasse. Sie sind in der Tat große Katzen – eine der größten Hauskatzen – aber sie sind äußerst sanft.

Spielerisch

Die Maine Coon ist eigentlich eine verspielte Katze – sie spielt von dem Moment an, wenn sie auf die Welt kommt bis ins hohe Alter. „Spielen“ bildet die Grundlage für den Charakter dieser Katzen. Außerdem hat sie den Schalk im Nacken und macht gerne Unsinn.

Ich denke, das ist der Grund, warum Kinder sie so mögen. Maine Coon können ungezogen sein. Sie warten, bis Sie aus dem Zimmer gegangen sind und machen dann bewusst das, was sie eigentlich nicht dürfen. Und sie wissen das ganz genau.

Sie springen auf Ihren Couchtisch und werfen Dinge ohne ersichtlichen Grund auf den Boden. Die meisten Maine Coon lieben es, Spielzeug zu apportieren. Das ist bei dieser Rasse besonders ausgeprägt. Da sind sie eher wie Hunde. Zum Apportieren eignen sich besonders Stoffmäuse in verschiedenen Größen*, die Sie u.a. bei Amazon bestellen können.

Sie sind vielleicht nicht gerade die geborene Schoßkatze, aber sie werden die ganze Zeit mit Ihnen zusammen sein wollen. Solange sie wissen, wo Sie sind, sind sie glücklich. Dies ist keine Katze, die gerne lange Zeit allein gelassen wird!

Sie werden Ihnen durch das Haus folgen und ja, dazu gehört auch das Badezimmer. Sie werden vor Ihnen sitzen, während Sie Ihr Geschäft machen und Sie nur anstarren! Ich bin mir sicher, dass sie es absichtlich tun, um uns zu verunsichern.

Lesen Sie auch meinen Artikel: Warum folgt mir meine Katze ins Badezimmer?

Wir wissen also, dass sie gerne spielen, schelmisch, kontaktfreudig und neugierig sind. Hat diese Katzenrasse eine andere, dunklere Seite? Nun … nicht wirklich. Eigentlich überhaupt nicht – zumindest nach meiner Erfahrung. Die Maine Coon zeigt sehr sehr selten Anzeichen von Aggression, aber es ist natürlich möglich. Wichtig ist:

Verwechseln Sie das Spiel nicht mit Aggression!

Dies ist tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt, da viele Menschen das Verhalten einer Katze verwechseln können, wenn diese etwas gröber spielt. Maine Coons verstehen unsere Schmerzschwelle nicht so gut wie wir selbst!

Das Problem tritt normalerweise auf, wenn wir mit unseren Händen spielen. Für sie sind unsere Hände ein Teil des Spiels und wenn sie mit ihnen spielen, ist es für sie (soweit es sie betrifft) absolut in Ordnung, sie als Beute zu behandeln.

Maine Coon streckt Pfote

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Ein typisches Szenario ist, wenn sich die Maine Coon auf den Rücken rollt. Dies ist keine Einladung für Sie, ihr Bauch zu kraulen – so sehr es auch danach aussieht. Viele Katzen sind kitzelig am Bauch und mögen es gar nicht. Dann passiert Folgendes:

  1. Die Maine Coon rollt sich auf den Rücken, sieht außergewöhnlich süß aus und verlangt im Grunde nach einem Bauchstreicheln.
  2. Der Mensch nimmt die Einladung an und streichelt der Katze den Bauch. Doch das kitzelt.
  3. Die Maine Coon ist genervt, weil sie sich einfach nur strecken will und der dumme Mensch sie schon wieder kitzelt. Eigentlich hat sie es schon die letzten Male deutlich gemacht, dass sie das nicht will. Doch der Mensch fasst schon wieder ihren empfindlichen Bauch an und will spielen. Also weist sie Sie in die Schranken und greift mit den Pfoten an.
  4. Der Mensch schreit vor Schmerz auf. Die Maine Coon, die das als Spaß am Spiel interpretiert, umklammert Hände und Arme noch fester!
  5. Der Mensch klebt ein Pflaster auf seine Hand und nimmt sich vor, das nächste Mal nicht wieder darauf hineinzufallen.
  6. Am nächsten Tag rollt sich die Maine Coon auf den Rücken, sieht außergewöhnlich süß aus und die Geschichte wiederholt sich…

Der Punkt hier ist, dass man spielen nicht mit Aggression verwechseln darf. Der Schmerz ist für Sie der gleiche. Denn wenn so eine große kräftige Katze robust spielt, kann das Verletzungen hervorrufen. Deshalb predigen Katzentrainer und Katzenpsychologen auch immer wieder, die eigenen Hände nicht als Spielzeug einzusetzen. Ihre Katze weiß nicht, wann es Spielzeug ist und wann nicht. Es gibt eine große Auswahl von Katzenspielzeug online* und in Geschäften vor Ort. Stöbern Sie ein wenig*, was Ihrer Katze wohl gefallen könnte.

Lesen Sie auch meinen Artikel: 20 Ideen, wie Sie Ihre Maine Coon beschäftigen

Maine Coon sind keine gefährlichen Katzen. Sie sind von Natur aus sanft und freundlich, solange sie aus einer guten Zucht stammen. Die richtige Sozialisation ist der Schlüssel und dies beginnt mit dem Züchter oder der Person, die die Kätzchen in ganz frühen Jahren geprägt hat.

Sie bleiben aber Katzen. Und wenn man Ihnen Angst macht oder selbst aggressiv handelt, dann reagieren sie wie jedes „wilde“ Tier.

Was könnte einen Maine Coon zum Angriff veranlassen?

Lassen Sie mich das gleich klarstellen – Ihre Maine Coon hat das Potenzial, Sie zu beißen und zu kratzen, wie jede andere Katze. Es gibt aggressivere Katzenrassen als den sanften Riesen unter den Katzen, möglich ist es natürlich immer.

Es gibt einige Gründe, warum Main Coon angreifen und kratzen könnten:

  • Schmerzen – Sie denken vielleicht, Sie streicheln ihre Maine Coon, aber es gibt bei Katzen durchaus „falsche Stellen“ zum Streicheln. Vielleicht haben sie sich verletzt oder Schmerzen. So eine Zurechtweisung per Krallen kommt aber nicht aus heiterem Himmel. Sie werden eine Veränderung in ihrem Verhalten bemerken, höchstwahrscheinlich ein Zucken des Schwanzes und eine gewisse Anspannung.
  • Unwohl sein – Wenn wir mit Grippe im Bett liegen, ist das Letzte, was wir wollen, dass jemand auf unser Bett springt, uns stupst und spielen will. Stellen Sie sich jetzt vor, Sie sind eine Katze, die sich unwohl fühlt – die nicht mitteilen kann, dass sie sich unwohl fühlt, sondern nur in Ruhe gelassen werden möchte. Jetzt kommen Sie und wollen mit ihr spielen! Auch hier wird es erstmal Anzeichen geben, dass Sie sich zurückziehen sollen. Ignorieren Sie diese Anzeichen, dann wird Ihre Maine Coon die Krallen einsetzen.
  • Schreck – Wenn sich Ihre Maine Coon erschrickt, wird sie versuchen, zu flüchten. Ist dies nicht möglich, kann es zu einer Übersprunghandlung kommen und Sie greift Sie an.

Aggression bei Katze erkennen

Ihre Katze, egal ob es sich um eine Maine Coon oder eine andere Rasse handelt, schlägt nicht ohne Vorwarnung zu. Es wird immer warnende Anzeichen geben. Diese sollten Sie erkennen und sich zurückziehen. Dann ist die Situation geklärt.

Fauchen

Wenn Ihre Maine Coon Sie anfaucht, ist dies ein eindeutiges Warnsignal. Das was gerade passiert, behagt ihr nicht. Sie fühlt sich in irgendeiner Weise bedroht oder unwohl und sagt Ihnen das ganz deutlich.



Wenn Ihre Katze Sie anfaucht, ziehen Sie sich einfach zurück und nehmen Sie es nicht zu persönlich. Es gibt höchstwahrscheinlich andere Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Geben Sie ihr Zeit, aber behalten Sie sie im Auge. Wichtig ist, dass Ihre Katze nicht verletzt ist und Schmerzen hat und deswegen faucht. Wenn Sie einfach nur faucht, weil sie ihre Ruhe haben will, ist das eben so.

Fehlgeleitete Aggression (Übersprung-Aggression)

Dies kann normalerweise passieren, wenn sich Ihre Maine Coon drinnen befindet und draußen eine andere Katze in ihrem Revier entdeckt. Sie werden wahrscheinlich andere Anzeichen bemerken, wie z. B. ein leises Knurren. Sie sollten Sie in so einem Moment nicht berühren.

Es kann zu einer Übersprunghandlung kommen. Statt die fremde Katze greift Ihre Maine Coon Sie an.

Erkennen Sie die Zeichen

Es gibt ein paar verschiedene Dinge, auf die Sie achten können. So können Sie erkennen, ob Ihre Maine Coon sich in einer Situation befindet, die ihr nicht behagt.

Offensive Haltung

Wenn eine Maine Coon im Jagd- oder Angriffsmodus ist, können Sie Folgendes beobachten:

  • Einen Schwanz, der ruhig und niedrig „hängt“ und fast den Boden berührt.
  • Die Augen starrten direkt auf das Ziel und die Pupillen weiteten sich etwas.
  • Die Beine sind steif und gerade.
  • Ihre Ohren sind normalerweise aufrecht. In einer angespannten Situation sind sie weiter nach hinten gerichtet als gewöhnlich.
  • Ein leises Knurren ist zu hören.

Defensive Haltung

Wenn sich Ihre Maine Coon von irgendjemandem (oder irgendetwas) bedroht fühlt, bemerken Sie möglicherweise Folgendes:

  • Sie laufen oder sitzen in geduckter Haltung.
  • Ihr Schwanz liegt auf dem Boden und ist manchmal um den Körper gelegt.
  • Die Ohren sind flach und zeigen nach hinten.
  • Die Katze positioniert sich möglicherweise leicht schräg zum Objekt, das sie bedroht.

Wenn Sie die oben genannten Anzeichen erkennen können, kann es Ihnen helfen zu verstehen, wie sich Ihr Maine Coon fühlt. Und Sie verstehen auch, ob sie sich bedroht fühlt oder nicht.

Sind Maine Coon in der Nähe von Kindern gefährlich?

Oft suchen Menschen nach solchen Artikeln, um sicherzustellen, dass für ihre Kinder keine Risiken bestehen. Aber oft sind nicht die Katzen, sondern die Kinder das Problem.

Kindern muss beigebracht werden, dass eine Maine Coon (und auch alle anderen Tiere) keine Spielzeuge oder Puppen sind, mit denen man spielen kann. Sie müssen dem Haustier Respekt erweisen und deren Grenzen nicht überschreiten.

Das Problem ist, dass Kinder Grenzen nicht so gut verstehen wie wir. Sie verstehen nicht, dass das, was ihnen Spaß macht der Katze keinen Spaß macht. Sie sollten die Katze nicht herumtragen, wenn dies unnötig ist. Denn oft tragen kleinere Kinder Tiere so, dass die Katze sich nicht wohl fühlt und dann macht sie das auch deutlich.

Mit ein wenig gesundem Menschenverstand kommt die Maine Coon mit einem oder mehreren Kindern sehr gut klar.

Ein Hinweis zu Maine Coons und Babys

Die Maine Coon sollte in Bezug auf ein Baby genauso behandelt werden wie jedes andere Tier. Kein Tier sollte mit einem Baby im selben Raum allein gelassen werden. Das versteht sich eigentlich von selbst und zählt zu einem gesunden Menschenverstand. Ich habe noch nie davon gehört, dass die Maine Coon aggressiv mit einem Baby umgeht, aber es ist möglich, dass das Baby, ohne es zu wissen, die Katze versehentlich verletzt, was zu einer Reaktion führen kann.

Sind Maine Coon gefährlich? -Fazit

Hoffentlich hat dieser Artikel deutlich gemacht, dass die Maine Coon alles andere als gefährlich ist. Tatsächlich ist es schwer vorstellbar, wie jemand eine Hauskatze als „gefährlich“ einstufen könnte.

Sie sind im Allgemeinen zu klein, um ernsthafte Probleme verursachen zu können, selbst wenn sie es wollten – was sie nicht tun. Hunde können uns Menschen viel größeren Schaden zufügen. Das Schlimmste was passieren kann, sind ein paar Zahnabdrücke und ein paar Kratzer!

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